Soziale Gerechtigkeit und Teilhabe

Eine Gruppe von jungen Personen sitzt auf einer Bank

Soziale Infrastruktur für ein chancengerechtes Studium

Steigende Lebenshaltungskosten, unsichere Studienfinanzierung und knapper Wohnraum verschärfen den Druck auf viele Studierende. Nicht alle starten mit den gleichen Voraussetzungen ins Studium. Internationale Studierende, Studierende mit Kind oder Studierende mit Behinderung stehen zum Beispiel häufig vor zusätzlichen finanziellen, organisatorischen oder sozialen Herausforderungen.

Soziale Gerechtigkeit und Teilhabe gehören deshalb zum Kernauftrag des Studierendenwerks Hannover. Unser Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Studium unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Lebenslage ermöglichen. Soziale Nachhaltigkeit bedeutet für uns, Hürden abzubauen, Teilhabe zu ermöglichen und Studierende in unterschiedlichen Lebenssituationen gezielt zu unterstützen.

Drei Junge Menschen stehen draußen zusammen und lächeln in die Kamera

Unterstützen, vernetzen und sichtbar machen

Unsere Angebote verbinden individuelle Unterstützung mit struktureller Interessenvertretung. Dabei verfolgen wir drei zentrale Ansätze:

  • finanzielle und soziale Belastungen abfedern
  • gesellschaftliche Teilhabe und Begegnung fördern
  • studierendenrelevante Themen in Politik und Netzwerken sichtbar machen

     

Neben konkreten Unterstützungsangeboten setzen wir auf Beratung, Information und Kooperationen. So möchten wir Studierende frühzeitig erreichen, den Zugang zu unseren Angeboten erleichtern und Hemmschwellen abbauen.

Teilhabe im Studium ermöglichen

Unsere Angebote unterstützen Studierende dabei, soziale Hürden im Studium zu bewältigen. Sie helfen in finanziellen Notlagen, fördern Teilhabe und erleichtern den Zugang zu Beratung und Unterstützungsleistungen.

Gleichzeitig schaffen Formate wie das Tutor*innenprogramm, der Studentenwerkspreis oder der Austausch mit Studierendenvertretungen Gelegenheiten für Begegnung, Beteiligung und Vernetzung im Hochschulalltag. Ein wichtiger Baustein ist zudem der Runde Tisch »Internationale Studierende in Hannover«, den das Studierendenwerk seit vielen Jahren koordiniert. Hier kommen Hochschulen, Beratungsstellen sowie Vertreter*innen von Stadt, Region und Land zusammen, um Herausforderungen internationaler Studierender gemeinsam zu beraten und Lösungen zu entwickeln. So leisten wir einen Beitrag zu einer sozialen Infrastruktur, die Studierende im Alltag unterstützt und weit über die reine Versorgung hinausgeht.

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Sozialberatungen haben wir 2025 durchgeführt!

Überblick in Zahlen

Soziales und Internationales 

2025

Allgemeine Sozialberatungen

3.326

Rechtsberatungsscheine für ausländische Studierende

26

Semesterbeitragsstipendien

0

Darlehenskasse: langfristige Studienabschlussdarlehen

16.695

Freitische Mensen

17.888

Förderung der Betreuung von Kindern Studierender

19.256

Förderung von Kulturprojekten

5.340

Tutor*innen zur Betreuung internationaler Studierender

10

Förderung sonstiger sozialer Projekte

38.361

Kennzahlen des Bereichs »Soziales und Internationales« 2025

Die Angaben wurden in Anlehnung an den VSME-Standard erhoben. Weitere Informationen im Kapitel »Überblick in Zahlen«.

Ausbildungsförderung

2025

Betreute Hochschulen

12

Anzahl bearbeitete Anträge

7.953

Anzahl BAföG-Geförderte (Jahresdurchschnitt)

5.547

Durchschnittlicher monatlicher Förderbetrag

806

Ausgezahlte Mittel

53.655.174

Kostenerstattung des Landes

2.091.948

Anzahl Anträge für Studienstarthilfe

358

Kennzahlen zur Ausbildungsförderung 2025

Die Angaben wurden in Anlehnung an den VSME-Standard erhoben. Weitere Informationen im Kapitel »Überblick in Zahlen«.

Ein junger Mann sitzt im Schneidersatz auf dem Bett und schaut verzweifelt auf einen Laptop-Bildschirm

Steigender Unterstützungsbedarf bei begrenzten Ressourcen

Die Nachfrage nach Beratung und Unterstützung bleibt hoch. Vor allem die Studienfinanzierung ist weiterhin eines der häufigsten Themen in der Sozialberatung. Besonders internationale Studierende geraten dabei zunehmend in finanzielle Notlagen.

 

Gleichzeitig werben Hochschulen verstärkt international um Studierende. Deutschland zählt bereits heute zu den wichtigsten Zielländern für internationale Studierende. Veränderungen internationaler Rahmenbedingungen könnten diese Entwicklung weiter verstärken. Damit steigen auch die Anforderungen an Beratung, Begleitung und soziale Unterstützung vor Ort.

 

Auch einheimische Studierende haben mit strukturellen Herausforderungen zu kämpfen. Trotz geplanter Reformen bleibt das BAföG für viele Studierende schwer zugänglich oder nicht ausreichend bedarfsdeckend. Soziale Teilhabe braucht deshalb verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine langfristig tragfähige Finanzierung sozialer Infrastruktur.

Ein junger Mann mit dunklen Haaren sitzt am Tisch, ihm gegenüber eine Frau mit grauen Haaren, von der man nur den Rücken sieht

Beratung stärken und Zugänge weiter verbessern

Auch in den kommenden Jahren bleibt soziale Unterstützung ein zentraler Schwerpunkt unserer Arbeit. Im Fokus stehen dabei:

  • verständliche Informations- und Beratungsangebote weiter ausbauen
  • mögliche BAföG-Reformen zum Wintersemester 2026/27 begleiten
  • internationale Studierende bei steigenden Beratungsbedarfen gezielt unterstützen
  • die Vernetzung mit Hochschulen, Politik und Beratungsstellen weiter stärken
  • digitale Zugänge zu Beratung und Information weiterentwickeln

     

Gleichzeitig setzen wir uns weiterhin für verlässliche politische Rahmenbedingungen, eine tragfähige Finanzierung studentischer Infrastruktur und eine stärkere soziale Absicherung von Studierenden ein.

 

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Soziale Gerechtigkeit und Teilhabe sind zentrale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium. Unsere Aufgabe bleibt es, Studierende in unterschiedlichen Lebenslagen zu unterstützen und die soziale Infrastruktur für Studierende langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.